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Pla­nen Sie noch kurz­fris­tig eine gute Party für Ihre Mit­ar­bei­ter

Es wird Zeit, die Weih­nachts­feier vor­zu­be­rei­ten. Lecke­res Essen, kleine Prä­sente und eine schöne Loca­tion sind wich­tig. Reden Sie aber auch mit Ihrem Steu­er­be­ra­ter und Ihrem Anwalt über Frei­gren­zen und den Ver­si­che­rungs­schutz.


Text: Frank Wiercks


Noch 6 Wochen bis Weih­nach­ten. Und ein paar Tage weni­ger bis zur Weih­nachts­feier im Betrieb – falls Sie eine pla­nen. Das soll­ten Sie ruhig. Ein gemüt­li­ches Bei­sam­men­sein zum Jah­res­wech­sel bie­tet die Gele­gen­heit, in ent­spann­ter Atmo­sphäre die Erfolge der ver­gan­ge­nen zwölf Monate Revue pas­sie­ren zu las­sen, das Team für sei­nen Ein­satz zu loben und lang­jäh­rige Mit­ar­bei­ter aus­zu­zeich­nen. Im Mit­tel­punkt ste­hen sollte aber ein ehr­li­ches Dan­ke­schön, das gerne etwas gefüh­lig aus­fal­len darf: Wer die Weih­nachts­feier – nach gutem Essen, kur­zen Reden und klei­nen Auf­merk­sam­kei­ten – mit dem Ein­druck ver­lässt, vom Chef geschätzt zu wer­den, wird sich auch im nächs­ten Jahr enga­giert für die im Mit­ar­bei­ter­ge­spräch ver­ein­bar­ten Ziele ein­set­zen. Falls Sie noch nicht mit den Pla­nun­gen begon­nen haben: Hier eine kleine Check­liste, wie Sie auch noch kurz­fris­tig eine Weih­nachts­feier auf die Beine stel­len.

Teil­neh­mer

Wer wird ein­ge­la­den – nur die Mit­ar­bei­ter oder auch Ange­hö­rige? Den­ken Sie daran: Als Betriebs­aus­gabe gel­ten nur Kos­ten einer Ver­an­stal­tung, die grund­sätz­lich allen Beschäf­tig­ten offen­steht und nicht nur einem klei­nen Kreis von Aus­er­wähl­ten. Nimmt der Part­ner teil, wird bei der Fest­stel­lung der (nur bis 110 Euro pro Mit­ar­bei­ter steuer- und abga­ben­freien) Sach­zu­wen­dun­gen sein Kos­ten­an­teil dem jewei­li­gen Beschäf­tig­ten zuge­rech­net.

Ter­min

Aus der Frage, wer teil­neh­men darf, ergibt sich oft der Ter­min – mit (berufs­tä­ti­gem) Part­ner kön­nen viele Mit­ar­bei­ter eher abends und vor dem Wochen­ende. Wer jetzt noch kurz vor Weih­nach­ten einen Frei­tags­ter­min reser­vie­ren will, muss sich beei­len – sonst sind die inter­es­san­ten Loca­ti­ons schon aus­ge­bucht oder die poten­zi­el­len Gäste ver­plant.

Ort

Wol­len Sie gut essen gehen, kommt meist nur ein geho­be­nes Restau­rant infrage. Denk­bar ist aber auch ein Fest im eige­nen Betrieb mit gutem Cate­ring. Auch hier aber gilt es, schnell zu ent­schei­den: Wer erst kurz vor Weih­nach­ten in die Gänge kommt, muss den Essens­lie­fe­ran­ten neh­men, der noch zu haben ist.

Essen

Wich­tig sowohl bei der Aus­wahl eines Res­taurants als auch eines Cate­rers: Den­ken Sie an Geschmack oder reli­giöse Vor­schrif­ten der Gäste. Das hat weni­ger mit dem Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­ge­setz zu tun als viel­mehr mit Respekt vor den Beschäf­tig­ten. Ein Buf­fet nur mit Schwei­ne­fleisch, wenn in Ihrem Betrieb viele beken­nende Vege­ta­rier oder Mus­lime arbei­ten, wäre ein Affront.

Geschenke

Legen Sie fest, ob alle Teil­neh­mer oder aus­ge­wählte Gäste ein klei­nes Weih­nachts­prä­sent bekom­men sol­len. Erhält jeder eine Auf­merk­sam­keit, ist ihr Wert bei der Fest­stel­lung der Kos­ten und der 110-Euro-Frei­grenze zu berück­sich­ti­gen. Gibt es indi­vi­du­elle Prä­sente etwa für ein Jubi­läum, gilt hier eine eigene Frei­grenze von 60 Euro zusätz­lich zu den Ver­an­stal­tungs­kos­ten.

Ver­an­stal­tungs­rah­men

Über­le­gen Sie, ob ein klei­nes Unter­hal­tungs­pro­gramm oder weih­nacht­li­che Deko­ra­tion wün­schens­wert ist – egal ob in den eige­nen Räu­men oder in einem Res­taurant. Mit der Orga­ni­sa­tion kön­nen Sie eine Event­agentur oder eigene Mit­ar­bei­ter betrauen. In die­sem Fall soll­ten Sie aber gut vor­ge­ben, wie teuer die ganze Ange­le­gen­heit ins­ge­samt nur wer­den darf: inklu­sive Bewir­tung, Prä­sente, Miete, Show­pro­gramm und sons­ti­ger mög­li­cher Posi­tio­nen.

Steuerberater/Anwalt

Bespre­chen Sie die Ideen früh­zei­tig mit Ihrem Steu­er­be­ra­ter und Ihrem Rechts­an­walt. Der Steu­er­be­ra­ter weiß, was bei der Berech­nung der Kos­ten pro Kopf und damit der even­tu­ell vom Mit­ar­bei­ter als geld­wer­ter Vor­teil zu ver­steu­ern­den Zuwen­dun­gen zu berück­sich­ti­gen ist. Und mit dem Anwalt soll­ten Sie klä­ren, in wel­chem Umfang die Gäste der Weih­nachts­feier unter den Schutz der gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung fal­len, wenn es sich um eine betrieb­li­che Ver­an­stal­tung han­delt. So könnte es etwa sinn­voll sein, bei einer ent­le­ge­nen Loca­tion den Trans­port zu orga­ni­sie­ren, damit sich nie­mand betrun­ken ans Steuer setzt, um nach Hause zu fah­ren.


Bei Fra­gen spre­chen Sie uns gerne an.


Quelle: www​.tria​log​-unter​neh​mer​blog​.de
Her­aus­ge­ber: DATEV eG, Nürn­berg

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