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Schü­ler- und Stu­den­ten­be­schäf­ti­gun­gen

Feri­en­jobs und Neben­be­schäf­ti­gun­gen sind unter Schü­lern, Stu­den­ten und auch Arbeit­ge­bern sehr beliebt. Zum einen kön­nen Schü­ler und Stu­den­ten in einen Job „rein­schnup­pern“ und dabei zusätz­lich ihr Taschen­geld auf­bes­sern. Zum ande­ren haben Arbeit­ge­ber in Ange­bo­ten für Schü­ler und Stu­den­ten einen wert­vol­len Recrui­t­ing­ka­nal erschlos­sen. Zusätz­lich kön­nen durch die Beschäf­ti­gung von Schü­lern und Stu­den­ten inner­halb eines Feri­en­jobs auch Eng­pässe wegen der Urlaubs­zeit güns­tig abge­fe­dert wer­den.


Die­ser Arti­kel gibt ins­be­son­dere unter Berück­sich­ti­gung von Hin­wei­sen der Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung einen Über­blick über die wich­tigs­ten Rah­men­be­din­gun­gen zur Beschäf­ti­gung von Schü­lern und Stu­den­ten.

Beschäf­ti­gung von Schü­lern

Schü­ler einer all­ge­mein­bil­den­den Schule unter­lie­gen grund­sätz­lich der Kran­ken-, Pflege- und Ren­ten­ver­si­che­rungs­pflicht. Inner­halb einer gering­fü­gig ent­lohn­ten oder kurz­fris­ti­gen Beschäf­ti­gung (Mini­job) sind Schü­ler jedoch ver­si­che­rungs­frei. Sie sind ren­ten­ver­si­che­rungs­pflich­tig, es besteht jedoch eine Befrei­ungs­mög­lich­keit. Bei einem Mini­job im gewerb­li­chen Bereich füh­ren Arbeit­ge­ber Sozi­al­ab­ga­ben und Steu­ern in Höhe von rund 30 % ab. Diese set­zen sich ins­be­son­dere aus einem Pau­schal­bei­trag für die Ren­ten­ver­si­che­rung (15 %), dem Pau­schal­bei­trag für die Kran­ken­ver­si­che­rung bei fami­li­en­ver­si­cher­ten Schü­lern (13 %) und einer Pau­schal­steuer (2 %) zusam­men.

Schü­ler, die wäh­rend der Schul­zeit einer gering­fü­gig ent­lohn­ten Dau­er­be­schäf­ti­gung nach­ge­hen und diese in den Som­mer­fe­rien aus­wei­ten und mit einem Ver­dienst von mehr als 450 Euro monat­lich aus­üben, kön­nen aber auch in den Ferien wei­ter­hin eine gering­fü­gig ent­lohnte Beschäf­ti­gung aus­üben. Vor­aus­set­zung ist dann, dass das regel­mä­ßige monat­li­che Arbeits­ent­gelt vor­aus­schau­end im Durch­schnitt einer Jah­res­be­trach­tung 450 Euro pro Monat nicht über­steigt. Das Arbeits­ent­gelt darf also nicht mehr als 5.400 Euro im Jahr betra­gen (12 Monate x 450 Euro).

Kurz­fris­tige Aus­hilfs­be­schäf­ti­gun­gen

Aus­hilfs­be­schäf­ti­gun­gen von Schü­lern, die aus­schließ­lich in den sechs­wö­chi­gen Som­mer­fe­rien erfol­gen, sind als kurz­fris­tige Beschäf­ti­gun­gen in der Kran­ken-, Pflege- und Ren­ten­ver­si­che­rung ver­si­che­rungs­frei.

Vor­aus­set­zung ist, dass sie im Laufe eines Kalen­der­jah­res weni­ger als drei Monate oder 70 Arbeits­tage und nicht berufs­mä­ßig aus­ge­übt wer­den. Die Ver­si­che­rungs­frei­heit gilt unab­hän­gig von der Höhe des gezahl­ten Arbeits­ent­gelts. Wer­den diese Gren­zen über­schrit­ten, dann sind die beschäf­tig­ten Schü­ler ver­si­che­rungs­pflich­tig in der Kran­ken-, Pflege- und Ren­ten­ver­si­che­rung. Dabei ist es ohne Bedeu­tung, ob die Beschäf­ti­gun­gen beim sel­ben oder bei ver­schie­de­nen Arbeit­ge­bern aus­ge­übt wer­den.

Werk­stu­den­ten

Stu­den­ten sind kran­ken- und arbeits­lo­sen­ver­si­che­rungs­frei sowie nicht pfle­ge­ver­si­che­rungs­pflich­tig, wenn sie wäh­rend des Stu­di­ums eine mehr als gering­fügige Neben­be­schäf­ti­gung aus­üben. Sie gel­ten dann als „Werk­stu­den­ten“. Bei Stu­den­ten, die neben ihrem Stu­dium gering­fü­gig ent­lohnt auf 450-Euro-Basis oder kurz­fris­tig bis zu 3 Monate bzw. 70 Arbeits­tage im Kalen­der­jahr arbei­ten, han­delt es sich hin­ge­gen um Mini­job­ber und nicht um Werk­stu­den­ten.

Stu­den­ten­job in den Semes­ter­fe­rien

Wäh­rend der Semes­ter­fe­rien kann eine Beschäf­ti­gung unab­hän­gig von der wöchent­li­chen Arbeits­zeit ver­si­che­rungs­frei in der Kran­ken- und Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung sowie nicht ver­si­che­rungs­pflich­tig in der Pfle­ge­ver­si­che­rung aus­ge­übt wer­den.

Für Beschäf­ti­gun­gen, die über die Semes­ter­fe­rien hin­aus andau­ern, gilt nur dann durch­gän­gig die Werk­stu­den­ten­re­ge­lung, wenn zu den Vor­le­sungs­zei­ten der Beschäf­ti­gungs­um­fang wie­der an die 20- Stun­den-Grenze ange­passt wird.

In der Ren­ten­ver­si­che­rung gel­ten für beschäf­tigte Stu­den­ten grund­sätz­lich keine Son­der­re­ge­lun­gen.


Bei Fra­gen spre­chen Sie uns gerne an.

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