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Besteue­rung des Per­so­nal­ra­batts für Mit­ar­bei­ter in der Auto­mo­bil­bran­che

Mit­ar­bei­ter eines Auto­mo­bil­un­ter­neh­mens erhal­ten oft­mals Ver­güns­ti­gun­gen beim Kauf eines Autos. Diese Ver­güns­ti­gung stellt grund­sätz­lich einen geld­wer­ten Vor­teil dar, der wie Arbeits­lohn auch zu ver­steu­ern ist.


Grund­sätz­lich wer­den geld­werte Vor­teile aus der ver­güns­tig­ten Abgabe von Waren, die der Arbeit­ge­ber typi­scher­weise an Kun­den und nicht über­wie­gend nur an seine Mit­ar­bei­ter ver­treibt oder her­stellt nach den um 4 Pro­zent gemin­der­ten End­prei­sen an Letzt­ver­brau­cher bemes­sen. Die Spanne zwi­schen dem sich hier­aus erge­ben­den Preis und dem an den Mit­ar­bei­ter aus­ge­ge­be­nen rabat­tier­ten Preis, ergibt dann den geld­wer­ten Vor­teil. Hier­von blei­ben aller­dings 1.080 EUR steu­er­frei.

End­preis bei Kraft­fahr­zeu­gen. Autos wer­den heut­zu­tage meist unter der unver­bind­li­chen Preis­emp­feh­lung mit z.T. hohen Rabat­ten ver­kauft. Der End­preis bei Kraft­fahr­zeu­gen, die an die eige­nen Mit­ar­bei­ter eines Unter­neh­mens abge­ge­ben wer­den, das diese her­stellt oder ver­treibt (nicht über­wie­gend an eigene Arbeit­neh­mer) kann daher grund­sätz­lich mit dem tat­säch­li­chem Ange­bots­preis anstelle des emp­foh­le­nen Prei­ses ange­setzt wer­den. Da die Ermitt­lung die­ses tat­säch­li­chen Prei­ses aller­dings fast immer schwie­rig sein dürfte, wurde im Rah­men eines BMF – Schrei­bens eine Ver­ein­fa­chungs­re­gel ein­ge­führt. Hier­nach kann der End­preis ermit­telt wer­den, indem 80 Pro­zent des Preis­nach­las­ses, der durch­schnitt­lich beim Ver­kauf an fremde Letzt­ver­brau­cher im all­ge­mei­nen Geschäfts­ver­kehr tat­säch­lich gewährt wird, vom unver­bind­lich emp­foh­le­nen Preis abge­zo­gen wer­den.

Ermitt­lung des geld­wer­ten Vor­teils. Ist der rele­vante End­preis des Kraft­fahr­zeugs ermit­telt, wird er noch wie ein nor­ma­ler Waren­be­zug um 4 Pro­zent gemin­dert und anschlie­ßend dem vom Arbeit­neh­mer gezahl­ten Ent­gelt gegen­über­ge­stellt. Anschlie­ßend zieht man noch 1.080 EUR als Frei­be­trag ab und erhält letzt­lich den zu ver­steu­ern­den geld­wer­ten Vor­teil. Der Frei­be­trag gilt aller­dings nur ein­mal pro Kalen­der­jahr.

Bei­spiel. Mit­ar­bei­ter A erhält von sei­nem Arbeit­ge­ber, dem Auto­händ­ler B, einen Neu­wa­gen zum Preis von 32.000 EUR. Die unver­bind­li­che Preis­emp­feh­lung für die­ses Auto beträgt 40.000 EUR. Durch­schnitt­lich wird den Kun­den ein Rabatt in Höhe von 4.000 EUR gewährt. Der geld­werte Vor­teil ermit­telt sich fol­gen­der­ma­ßen:

UVP 40.000 EUR
abzgl. 80 % von 4.000 EUR -3.200 EUR
End­preis 36.800 EUR
abzgl. 4 % -1.472 EUR
Kauf­preis für A -32.000 EUR
Ver­güns­ti­gung für A 3.328 EUR
abzgl. Rabatt­frei­be­trag -1.080 EUR
zu ver­steu­ern­der Vor­teil 2.248 EUR

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