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Wann gehö­ren Wirt­schafts­gü­ter zum Betriebs­ver­mö­gen?

Die ertrag­steu­er­li­che Zuord­nung von Wirt­schaft­gü­tern zum Betriebs­ver­mö­gen hat erheb­li­che Kon­se­quen­zen für die Besteue­rung. Diese rei­chen von der steu­er­li­chen Abzugs­fä­hig­keit von anfal­len­den Auf­wen­dun­gen wie z.B. Abschrei­bun­gen bis hin zur Besteue­rung von Ent­nah­men oder pri­va­ten Nut­zun­gen.


Grund­sätz­lich gibt es drei Kate­go­rien für die Zuord­nung von Wirt­schafts­gü­tern. Diese sind das not­wen­dige und das gewill­kürte Betriebs­ver­mö­gen sowie das not­wen­dige Pri­vat­ver­mö­gen. Wäh­rend das not­wen­dige Pri­vat­ver­mö­gen grund­sätz­lich keine Berück­sich­ti­gung bei der steu­er­li­chen Gewinn­ermitt­lung fin­det, min­dern beim gewill­kür­ten und not­wen­di­gen Betriebs­ver­mö­gen anfal­lende Auf­wen­dun­gen wie z.B. Abschrei­bun­gen in Form von Betriebs­aus­ga­ben den steu­er­pflich­ti­gen Gewinn oder erhö­hen die­sen im Rah­men von pri­va­ten Nut­zun­gen oder Ent­nah­men wie z.B. bei einem Fir­men­wa­gen.

Das not­wen­dige Betriebs­ver­mö­gen. Wer­den die Wirt­schafts­gü­ter aus­schließ­lich und unmit­tel­bar für eigen­be­trieb­li­che Zwe­cke genutzt bzw. sind sie hier­für vor­ge­se­hen, gehö­ren sie zum soge­nann­ten not­wen­di­gen Betriebs­ver­mö­gen. Dies ist z.B. der Fall, wenn eine Maschine für das Unter­neh­men ange­schafft wird, deren Ver­wen­dung sich nur auf den Betrieb erstreckt. Ver­ein­fa­chend wird sogar davon aus­ge­gan­gen, dass (mit Aus­nahme von Grund­stü­cken) bei einer eigen­be­trieb­li­chen Nut­zung von mehr als 50% das Wirt­schafts­gut in vol­lem Umfang zum not­wen­di­gen Betriebs­ver­mö­gen gehört.

Das gewill­kürte Betriebs­ver­mö­gen. Ste­hen die Wirt­schafts­gü­ter in einem gewis­sen objek­ti­ven Zusam­men­hang mit dem Betrieb und sind sie zu sei­ner För­de­rung bestimmt und geeig­net, kön­nen sie als gewill­kür­tes Betriebs­ver­mö­gen ein­ge­ord­net wer­den. Dies ist z.B. bei einem Fir­men-PKW der Fall, der auch pri­vat genutzt wird, aber mit dem Betrieb im Zusam­men­hang steht und ihn auch för­dert. Wird das Wirt­schats­gut zu min­des­tens 10% bis maxi­mal 50% betrieb­lich genutzt, so ist eine Zuord­nung zum gewill­kür­ten Betriebs­ver­mö­gen in vol­lem Umfang mög­lich.

Das not­wen­dige Pri­vat­ver­mö­gen. Wer­den Wirt­schafts­gü­ter zu mehr als 90% pri­vat genutzt, gehö­ren sie in vol­lem Umfang zum not­wen­di­gen Pri­vat­ver­mö­gen. Die ent­spre­chen­den Wirt­schafts­gü­ter ste­hen in kei­nem Zusam­men­hang zum Betrieb oder ihre betrieb­li­che Nut­zung ist von unter­ge­ord­ne­ter Bedeu­tung. Eine Gel­tend­ma­chung der damit ver­bun­de­nen Auf­wen­dun­gen bei der steu­er­li­chen Gewinn­ermitt­lung ist hier­für im Rah­men des Betriebs grund­sätz­lich nicht mög­lich. Dafür wird die pri­vate Nut­zung natür­lich auch nicht besteu­ert.

Umsatz­steu­er­li­ches Unter­neh­mens­ver­mö­gen. Das ertrag­steu­er­li­che Betriebs­ver­mö­gen ist nicht iden­tisch mit dem umsatz­steu­er­li­chen Unter­neh­mens­ver­mö­gen. So kann z.B. ein Gegen­stand zum Unter­neh­mens­ver­mö­gen gehö­ren und somit zum Vor­steu­er­abzg berech­ti­gen aber auf­grund man­geln­der Zuord­nung zum gewill­kür­ten Betriebs­ver­mö­gen nicht ertrag­steu­er­li­ches Betriebs­ver­mö­gen dar­stel­len.

Hin­weis: Bei Grund­stü­cken und Gebäu­den gel­ten grund­sätz­lich Beson­der­hei­ten, so dass die o.g. Grund­sätze nicht unmit­tel­bar über­tra­gen wer­den kön­nen.

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